Aus der Rede von Herrn Schuldirektor Manfred Vlasits, MA, anlässlich der Feier zum 100-Jahr-Jubiläum der Schule am 8. September 2013:

„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“

diesen Ausspruch des römischen Philosophen Seneca vor 2000 Jahren haben seither viele Schülergenerationen in dieser oder in einer ähnlichen Form während ihrer Schulzeit zu hören bekommen. Verstanden haben ihn alle erst Jahre später.

Wir blicken heute zurück auf einen vergleichsweise kleinen Zeitraum: Unsere Schule ist hundert!

100 Jahrgänge wurden hier eingeschult, 100 wurden entlassen. Was hat sich verändert in dieser Zeit? Was ist geblieben?

Der Auftrag der Schule ist seit 100 Jahren derselbe: Sie soll ihren Schülerinnen und Schülern die Schlüsselkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen vermitteln und sie auf das Leben als mündige Mitglieder unserer Gesellschaft vorbereiten.

Um jedoch zu verstehen, was sich in diesen 100 Jahren verändert hat, müssen sie sich mit mir auf die Reise zurück zu den Anfängen dieser Schule begeben und zu den Menschen, die diese Schule prägten, die in dieser Schule zu Hause waren, hier lebten, lernten und belehrt wurden. Einige Fotos wie auch Ausstellungsstücke zu dieser historischen Reise finden sie einerseits im Turnsaal unserer Schule, andererseits in der 2a Klasse im EG, wo eine Power-Point-Präsentation diese abbildet. An dieser Stelle möchte ich mich bei Karolj Palkovich bedanken, der mich bei der Zusammenstellung der Bilder beraten und unterstützt hat und mir aus seinem Fundus einige Fotos zur Verfügung gestellt hat. Im Anschluss an diesen Festakt können Sie beide Angebote bei Interesse gerne in Anspruch nehmen.

Schulleben und Einkünfte der Schulmeister bis 1912

In den Urbaren (Verzeichnisse über Besitzrechte einer Grundherrschaft) des 16. Jhdts. ist bereits ein Schulgebäude erwähnt. Die Lehrer wurden großteils in Naturalien entlohnt. Nur für kirchliche Handlungen erhielten sie Geld. 1651 besuchten das bequeme Schulhaus kaum Kinder. Die ersten Schulmeister zwischen 1641 und 1685 waren Schulmeister Michael Velaricz, Michael Milkovicz und Andreas Kralicz (vis.can.1685).

In den Kanonische Visitationen der Diözese Raab aus dem Jahre 1713 ist folgendes zu lesen: „Der Schulleiter und seine Einkünfte: Nikolaus Berneditsch ist 58 Jahre alt, er ist Kroate wie auch Deutscher (d.h. er beherrscht die kroatische wie auch die deutsche Sprache) und wurde am Festtag des Hl. Georg (= 23. April) aufgenommen. Im Sommer hatte er nur wenige Schüler, im Winter mehr. Er erhält von jedem Haus einen Quadrans Weizen für seine Dienste (= ca.26l), ebenso einen halben Quadrans Weizen für jedes Haus für die Ausrichtung der Uhr, sodann 2 Joch „pflügbaren Bodens“ (=Ackerland, ca. 13.600 m2), den (das) er allein bebaut. Für die Hochzeit bekommt er 3 Groschen (soviel kostete etwa eine Gans), für die Taufe 1 Groschen (entsprach dem Preis eines Huhnes), für die Einführung (in die Glaubenslehre) 1 Kreuzer, für ein (einfaches) größeres Begräbnis 6 Kreuzer (= 3 Groschen), für ein kleineres 3 Kreuzer, für den heiligen Gesang 2 Groschen, für die Lesung 1 Groschen. Am Patriziniumstag (= am Festtag des Kirchenpatrons, bei uns also der 10. August) erhält er von der Kirche „gemäß der Behandlung der Schulleiter“ 1 Gulden und eine halbe Urne Wein. Ein Bewohner, der kein Haus besitzt, zahlt dem Schulleiter 2 Groschen.“

Um zu verstehen, welchem Wert die damalige Bezahlung entsprach, muss man wissen, dass 1 Gulden gleich 36 Groschen ausmachte. Ein Weber verdiente etwa 44 Gulden pro Jahr.

Der Historiker Dr. Peter Krajasich schreibt in den Bgld. Heimatblättern 2/1991, S. 100 über Das Dorf Trausdorf in der Beschreibung der Herrschaft Eisenstadt aus dem Jahre 1802: „Es gibt eine Schule mit einem Lehrer. Das Schulgebäude ist in einem guten Zustand, verfügt über ein (Schul-)Zimmer, eine Küche, eine Kammer und einen Stall für 2 Stück Tiere. (Das Schulhaus war zugleich Wohnung des Lehrers. Von der Nutzung der Gründe bestritt er seinen Lebensunterhalt). Zur Schule gehören 1 1/2 Joch Acker (ca. 8.600m2) in Szridnji und ein Joch (ca. 5800 m2) gegen Prodersdorf. Die dafür fällige Abgabe von jährlich 37 1/2  kr (Kreuzer) [ca. 12 Groschen] zahlte die Gemeinde.

Vor 1856 befand sich im Hause Nr. 148 [Hergovich Stefan, Kleinlandwirt] (heute Flugplatzstraße Nr.6 – zwischen Sozialzentrum und Lichtenberger Ernest) eine Schule, die dem Hauseigentümer Skarich Johann gehörte, der auch als Lehrer wirkte. Die Bezahlung war freiwillig. Skarich Johann, war acht Jahre beim Militär und lernte dort lesen, schreiben und rechnen. In der Winterzeit vermittelte er seine Kenntnisse der Jugend. Dieser „Lehrer“ war auch unter dem Namen „stari Lovriča“ bzw. „Pauca“ bekannt. Er dürfte ein ziemliches Ansehen genossen haben, da viele Bewohner ihre Kinder in seine „Privatschule“ schickten, obwohl im Jahre 1856 ein öffentliches Schulhaus errichtet wurde. Dieses war ein einfaches, ebenerdiges Gebäude, bestehend aus zwei Klassenzimmern, der Schulleiterwohnung, einem Lehrerzimmer, einer Kammer und einem Kuhstall. Als Bauherr gilt Müllermeister Piller.

Fabian Mancz, Schulleiter der neuen Schule, ließ den Privatunterricht von Skarich Johann einstellen.

Schule und Schulleben von 1913 - 1945

1913 wurde an der gleichen Stelle ein dreiklassiger Schulbau aufgeführt, den die röm.-kath. Pfarrkirche unter Pfarrer Fertsak Franz finanzierte. Schulleiter war zu diesem Zeitpunkt Gusich Karl. Die bauliche Leitung hatte Baumeister Dürnberger aus Eisenstadt über.

Die neu errichtete einstöckige Schule hatte nach Fertigstellung folgende Raumaufteilung: im Erdgeschoß befanden sich drei Klassenzimmer sowie eine Klosettanlage für die Schüler, im Obergeschoß waren drei Lehrerwohnungen, bestehend aus zwei Zimmern, einer Küche, einem Vorraum und einer gemeinsamen Klosettanlage. In den Klassenzimmern befanden sich Ölfußböden und große Holzöfen mit langen Ofenrohren. Nach der Fertigstellung des neuen Schulgebäudes wurde die Schule gleich dreiklassig. Zu dieser Zeit wirkte auch die Lehrerin Nagy Irene, die später durch Szécsenyi Juliska ersetzt wurde. Beide Lehrerinnen waren Ungarinnen, die kein Wort Kroatisch konnten. Daher hatten sie es an der hiesigen Schule auch recht schwer, da neben dem Pflichtgegenstand Ungarisch Kroatisch die zweite Unterrichtssprache war.

Die Kriegszeit (1914-1918) wirkte sich für die Schule sehr nachteilig aus. Herr Gusich Karl war in seinen letzten Wirkungsjahren alt und kränklich. Im Jahre 1916 hätte sein Nachfolger, Szedenik Ludwig, ein Nikitscher, den Dienst antreten sollen. Dieser war jedoch zu dieser Zeit im Krieg, aus dem er nie zurück kehrte. An der Schule wurde mit Einwilligung des Vaters des neu ernannten Kantorlehrers, Szedenik, Frau Laszlo Maria, die Mutter des späteren Bischofs Stefan Laszlo, zur Klassenlehrerin bestellt und später auch gewählt. Diese trat mit 1.9.1916 als Klassenlehrerin in Dienst und behielt diese Funktion bis zum 1.9.1938.

Während der Kriegszeit war die Schule vorübergehend gesperrt, da im Jahre 1917 Juden aus Galizien einquartiert waren.

Nach dem Krieg begann sich das Schulleben zu normalisieren. Am 1.Jänner 1920 trat Adalbert Kuzmits als neuer Kantorlehrer seinen Dienst an.

1923 wurde die Schulpflicht auf 8 Jahre erweitert. Es galt aber nach wie vor das ungarische Schulgesetz von 1868, sodass die Kirche das Schulmonopol behielt. Vorsitzender des Schulstuhls war der Ortspfarrer.

1932 adaptierte man eine Lehrerwohnung als 4. Klasse. Da die Klosettanlage nicht mehr dem hygienischen Standard entsprach, wurde sie außerhalb des Schulgebäudes, sozusagen über den Hof, in den ehemaligen Kantorgarten verlegt. Die frühere Klosettanlage im Schulgebäude wurde zu einer Kammer umfunktioniert.

Im Jahre 1935 übernahm das Land die Bezahlung der Lehrer.

Das Anschlussjahr 1938 brachte einen vollen Umbruch mit sich. Die römisch-katholische Volksschule wurde zu einer öffentlichen Volksschule für Knaben und Mädchen. Von den hier tätigen Lehrkräften blieb nur Krajasich Lorenz an der Schule. Oberlehrer Kuzmits Adalbert so wie Frau Oberlehrerin Laszlo Maria wurden aus politischen Gründen zwangspensioniert, Lehrer Höld Josef nach Kroatisch Geresdorf versetzt.

Bald nach Kriegsausbruch rückten alle männlichen Lehrkräfte ein. An ihre Stellen kamen in Vertretung Lehrerinnen.

1945 herrschte an der Schule ein ausgesprochen chaotischer Zustand. Der Schulbetrieb ruhte fast das ganze Jahr. Zu Beginn diente die Schule den Ostarbeitern als Quartier, nach der Befreiung als russisches Lazarett.

Nach der Freigabe des Gebäudes durch die Besatzungsmacht mussten große Reinigungs- und Reparaturarbeiten bewältigt werden, bis die Schule wieder benutzbar wurde. In personeller Hinsicht wurden ebenso Veränderungen vorgenommen.

Schule und Schulleben von 1946 - 1973

Als 1. Schulleiter nach dem Zweiten Weltkrieg wurde wieder der aus politischen Gründen pensionierte Kuzmits Adalbert eingesetzt. Somit war er rehabilitiert. Er wirkte jedoch nur mehr kurze Zeit bis zu seiner freiwilligen Pensionierung im Dezember 1946. Die frei gewordene Stelle wurde mit Oberlehrer Kornfeind Alfons besetzt. Dieser übernahm im Februar 1947 die Leitung der Schule.

Mit  1. September 1948 wurde unsere Schule fünfklassig. Als fünfte Lehrkraft kam wieder Krajasich Lorenz an die Schule. In den laufenden Jahren sank die Schülerzahl rapide. (1948/49 = 164; 1961/62 = 114)

Im Jahre 1961 stellte die Gemeinde der Schule einen kleinen Spielplatz zur Verfügung und im Jahr 1964 wurde die Wasserleitung im Schulhaus eingeleitet.

Zwei Jahre später baute der Nachbar Metzl sein Wirtschaftsgebäude um. Bei dieser Gelegenheit zog er die Längsmauer gerade, sodass der Schulhof um ca. 15m² vergrößert werden konnte.

Sikora Justine trat mit 1. September einen Krankenstand an und ersuchte gleichzeitig um Pensionierung. Als Klassenlehrerin folgte ihr Therese Szucsich, die mit ihrer Familie bis Weihnachten 1974 in der Lehrerwohnung der Schule wohnte.

Die am 1. September 1971 frei gewordene Lehrerstelle wurde mit gleichem Datum durch die Lehrerin Hergovich Edeltraud besetzt.

Mit 1. September 1972 trat der Schuldirektor Alfons Kornfeind zunächst in den Krankenstand und anschließend in den Ruhestand. Als Klassenlehrerin folgte ihm die aus Nebersdorf stammende Lehrerin Agnes Makusovich. Der Bezirksschulrat Eisenstadt-Umg. betraute seine Frau, Volksschulhauptlehrerin Franziska Kornfeind, mit der Schulleitung.

In den Sommerferien des Jahres 1973 wurden an unserer Volksschule größere Renovierungsarbeiten durchgeführt. Die Toilettenanlagen im Schulhof wurden abgerissen und in die ehemalige Schuldienerwohnung verlegt. Der Handarbeitsraum wurde zum Umkleideraum umgestaltet und im Gangbereich wurde ebenfalls der Fußboden erneuert. Ebenso wurde der Schulhof vergrößert und gegen Ende Mai 1974 asphaltiert. An der hinteren Wand, wo sich die Toilettenanlagen befanden, wurden Sträucher und Bäume gepflanzt.

Schule und Schulleben von 1973 - 1994 

Infolge der Beendigung der Schulpflicht und des Übertrittes in den Polytechnischen Lehrgang mit Beginn des Schuljahres 1973/74 verlor unsere Volksschule bis auf einen Knaben alle Schüler der Oberstufe. Daher wurde im Einvernehmen mit der Schulbehörde den Eltern des Schülers nahe gelegt, ihr Kind mit 1.Sept. 1973 in die Oberstufe der benachbarten Volksschule in St. Margarethen zu geben. Somit konnte unsere Schule nur noch dreiklassig geführt werden. Um keine Lehrkraft aus der Schule zu verdrängen, beschloss die provisorische Schulleiterin, Kornfeind Franziska, aus gesundheitlichen Gründen in vorzeitigen Ruhestand zu treten. Dem diesbezüglichen Ansuchen wurde am im September 1973 auch entsprochen

Mit September 1973 wurde Volksschuloberlehrerin Agnes Makusovich mit der Schulleitung betraut und ein Jahr später zur Volksschuldirektorin ernannt. Gleichzeitig wurde Englisch als Schulversuch eingeführt, wobei die Schüler der 3. und 4. Klasse zweimal halbstündig unterrichtet wurden.

Mit Schuljahr 1977/78 wurde der Schulversuch „Englisch“ in das Regelschulwesen als „Fremdsprachliche Vorschulung Englisch“ übernommen und für die 3. und 4. Klasse als jeweils einstündige Einheit angeboten, die jedoch vorerst zweimal haltstündig abgehalten wurde. Im Dezember 1977 wurde erstmalig in den Pflichtschulen durch das Gesundheitsamt ein Sehtest durchgeführt, der mit Beginn des Schuljahres 1978/79 durch einen Hörtest erweitert wurde.

Gegen Ende des Schuljahres 1978/79 wurde eine Elternbefragung bezüglich der 5-Tage-Woche an unserer Schule durchgeführt, wobei sich der Großteil der Eltern für diese Regelung ausgesprochen hatte. Eine Verordnung vom 29.1.1980 regelte, dass der Samstag an unserer Schule als schulfrei erklärt wurde. Somit trat mit 16.2.1980 die 5-Tage-Woche in Kraft.

Im September 1982 übernahm ich die Schülerinnen und Schüler der 3. Schst., die ich bis zum Schulschluss 1983 führte.

Mit Schulbeginn 1984/85 wurde ich erneut der VS Trausdorf dienstzugewiesen und übernahm die Taferlklassler.

Nachdem Frau Volksschuldirektor Makusovich Agnes mit 1. Februar 1985 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Schuldienst ausgeschieden war, übernahm zunächst Frau Volksschuloberlehrerin Szucsich Therese als dienstälteste Lehrerin die Schulleitung. Doch bald darauf ernannte mich der BSR mit 29. April 1985 zunächst zum provisorischen Schulleiter und mit 1. Juli 1987 zum Volksschuldirektor.

In diese Zeit fällt auch die Gründung des Elternvereins im September 1986. Damit wurde ein wichtiger Schritt zur Schulpartnerschaft gesetzt. Erster Obmann war Franz Gruber, seine Stellvertreterin Gabriele Hombauer.

Aufgrund von Kriegswirren und ständigen Kämpfen und Bedrohungen in unserem Nachbarland Jugoslawien hatten wir im Schuljahr 1991/92 insgesamt 22 Schüler/innen aus Kroatien und Bosnien an unserer Schule. Sie wurden bis zum Ende des ersten Halbjahres (Feber 1992) sowohl gemeinsam mit unseren Kindern als auch in eigenen Gruppen unterrichtet. Als Ausweichklasse diente die Gemeindebücherei, die sich seinerzeit im Kirchhof befand. Die Schüler/innen wurden von einer Lehrerin aus Osijek unterrichtet. Diese Lehrerin unterrichtete abwechselnd in Siegendorf und Trausdorf, wobei sie an zwei Tagen die Schüler unserer Schule betreute. Alle ausländischen Schülerinnen und Schüler erhielten Schulbesuchsbestätigungen.

Von der Generalsanierung des Schulgebäudes bis in die Gegenwart

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 28.4.1995 einstimmig beschlossen, die Schule einer Generalsanierung zu unterziehen und einen Turnsaal als Zubau neu zu errichten. Mit den Planungsarbeiten wurde Architekt Knotzer aus Pöttsching beauftragt. Mit den Bauarbeiten für den Turnsaalzubau wurde am 8. Jänner 1996 begonnen. Die Arbeiten gingen zügig voran, so dass bereits mit Schulbeginn 1996/97 der neue Turnsaal genützt werden konnte. Mit September desselben Jahres wurde auch der Haupteingang von der Hauptstraße in die Magdalenagasse verlegt.

Am 8. September 1996 fand die feierliche Eröffnung des neuen Turnsaales statt. Bis zu diesem Datum wurden alle Turnstunden im jetzigen Werkraum abgehalten. Die Bänke wurden einfach zur Seite geschoben, und dort fanden alle Turnstunden statt. Im Raum selbst gab es nur eine Sprossenwand, alle weiteren Geräte, wie wir sie heute im Turnsaal vorfinden, waren nicht vorhanden.

Am 13. Jänner 1997 siedelte die Gemeinde, die einen Großteil des Obergeschosses unserer Schule benutzte – nach 22 Jahren – in das neu errichtete Gemeindeamt um. Damit konnte mit den Umbauarbeiten im Obergeschoß unserer Schule begonnen werden. Die 2.Klasse/2.Schst., die sich im OG befand und von Volin Hergovich Edeltraud geführt wurde, musste vorübergehend ins Feuerwehrhaus übersiedeln. Nachdem diese Arbeiten im OG bis Mai 1997 abgeschlossen werden konnten, begann im Juli 1997 die Bauphase im Erdgeschoß. Diese Umbauarbeiten konnten dann Ende Dezember 1997 abgeschlossen werden. Somit konnten nach nur einjähriger Renovierungsdauer im  April 1998 die adaptierten Klassenräume bezogen werden. Gleichzeitig erhielten alle Klasseräume Parkettfußböden. Ebenso wurden die Nachtspeicheröfen durch moderne Wandkollektoren ersetzt.

Eine völlig neue Situation brachte das Schuljahr 1998/99 mit sich, da wir erstmals nach 47 Jahren 5-klassig wurden.

Der 22. Februar 2001 wird gewiss ein unvergesslicher Tag für Trausdorf bleiben, besuchten uns an diesem Tag der damalige Bundespräsident Dr. Thomas Klestil mit Gattin Dr. Margot Löffler-Klestil so wie der damalige Präsident Kroatiens, Dr. Stjepan Mesić mit seiner Frau Milka so wie der Landeshauptmann des Burgenlandes Hans Niessl.

In den folgenden Schuljahren konnte die Schule - bis auf das Schuljahr 2004/05 (3-klassig) -  immer vierklassig geführt werden.

Schule und Schulleben heute

Seit Schulbeginn 2012/13 wird unsere Schule erstmals sechsklassig geführt, da es aufgrund von Zuzug und in Folge geburtenstarker Jahrgänge in der 1. wie auch in der 3. Schulstufe zu Teilungen gekommen war. Hortleiterin Jacqueline Rojatz erhielt durch die Lehrerin Melissa Mislivec, die sich für die ausgeschriebene Stelle beworben hatte, weitere Unterstützung für den Nachmittagsbereich. Anna Marangon der gute Geist unseres Schulhauses sorgt gemeinsam mit den Betreuerinnen für die angenehme Atmosphäre vor, während und nach der Nachmittagsbetreuung.

Seit dem laufenden Schuljahr 2013/14 zählt die Volksschule Trausdorf acht Stammlehrerinnen, die ich nun in alphabetischer Reihenfolge aufzählen möchte:

Birgit Hosiner, Klassenlehrer der 2b Klasse

Eva Kain, Klassenlehrerin der 1. Klasse

Sandra Kain, Klassenlehrerin der 4b Klasse

Christina Kummer, Volksschullehrerin

Katalin Lang, Religionslehrerin

Elfriede Lehner-Unger, Klassenlehrerin der 2a Klasse

Helga Stefanich, Klassenlehrerin der 4a Klasse

Johanna Untermayer, Volksschullehrerin

 

Statistische Besonderheiten

In diesen 100 Jahren waren bzw. sind folgende Schulleiterinnen und Schulleiter tätig:

Gusich Karl                                              bis 1916 (sein Antrittsjahr konnte nicht eruiert werden)

Kuzmits Adalbert                                      1920 – 1938 (18 J.)

Carich Ludwig                                          1938 – 1945 (7 J.)

Kuzmits Adalbert                                      1945 – 1946 (1 J.)

Kornfeind Alfons                                       1947 – 1971 (24 J.)

Kornfeind Franziska                                   1972 – 1973 (1.J.)

Makusovich Agnes                                     1973 – 1984 (11 J.)

Vlasits Manfred                                         seit 1985 –   (28 J.)

Etwa 120 Lehrerinnen bzw. Lehrer waren und sind an unserer Schule tätig. Frau Volin Edeltraud Hergovich zählt mit 37 Dienstjahren neben Volin Therese Szucsich, die 28 Jahre an der Schule tätig war, zu den am längsten dienenden Klassenlehrerinnen in Trausdorf. Oberlehrerin Gabriele Hombauer war mit 35 Dienstjahren die am längsten wirkende Werklehrerin an der Volksschule Trausdorf.

Seit dem Schuljahr 1945/46 bis zum nun laufenden Schuljahr 2013/14 besuchten insgesamt 1605 Kinder unsere Volksschule. Im Jahre 1945/46 besuchten 97 Knaben und 100 Mädchen (197 KK) die Schule. Durchschnittlich befanden sich damals 50 Kinder in einer Klasse. 40 Jahre später, also im Jahre 1985/86 waren es 27 Knaben und 20 Mädchen (47 KK) und heute sind es 44 Knaben und 31 Mädchen was einer durchschnittlichen Schülerzahl von 13 pro Klasse entspricht.

 

3-klassig (15J.)4-klassig (43 J.)5-klassig (9 J.)6-klassig (2 J.)
1973 – 1979 (6)1945 – 1948 (3)1948 – 1952 (4)ab 2012/13 (2)
1980 – 1982 (2)1952 – 1973 (21)1998 – 2002 (4)
1983 – 1989 (6)1979/80 (1)2010/11 (1)
2004/05 (1)1982/83 (1)
1989 – 1998 (9)
2002 – 2004 (2)
2005 – 2010 (5)
2011/12 (1)

Was hat sich also in diesen 100 Jahren verändert?

Einerseits sind es die Rahmenbedingungen wie auch die technischen Voraussetzungen, die modernen Unterricht wie wir ihn heute kennen, ermöglicht haben. Andererseits ist unsere Gesellschaft einem enormen Wandel unterlegen. Während vor 100 Jahren die Erziehung der Kinder fast ausschließlich von der Großfamilie übernommen wurde, bildet heute die Schule eine Erziehungspartnerschaft mit den häufig alleinerziehenden oder berufstätigen Eltern. Auch die Ansprüche der Wirtschaft an die Schulabgänger sind neu: Waren vor 100 Jahren Werte wie Respekt und Gehorsam, Fleiß und Ausdauer vorrangig, sind es heute selbständiges Arbeiten, Teamfähigkeit, Rhetorik und der Grad des Abschlusses. Unsere Schule wird diesen neuen Anforderungen gerecht, indem wir ein Schulprogramm entwickelt haben, das die unterschiedlichen Begabungen, Interessen und Stärken der Kinder berücksichtigt und fördert. In unserem Leitbild wie auch im Entwicklungsplan der Volksschule Trausdorf steht der Mensch im Mittelpunkt. Zu unseren Schwerpunkten zählt auch die Ökologie. Seit dem Jahr 2009 zählt unsere Schule zu den derzeit 36 ÖKOLOG-Schulen des Burgenlandes, die im Bereich Umweltschutz, aber auch Gesundheit und Soziales noch aktiver werden.

Dazu wird ein Jahresbericht verfasst, in dem die umgesetzten Themen wie Wasser, Abfall, Energie, Schulgelände, Gesundheit, Schulklima, Partizipation geplant, beschrieben und evaluiert werden.

Dem Lehrerkollegium der Volksschule Trausdorf, das hinter diesen Grundsätzen steht, sich täglich neuen Herausforderungen stellt und dabei seinen Humor bewahren kann, gilt meine Anerkennung und mein Dank. Drage kolegice, lipa hvala za vaš svakidanji trud i vaše zalaganje za našu dicu.

Und bei all unserem Bemühen werden wir von einer aktiven Elternschaft unterstützt, die mit uns am gleichen Strang zieht und vieles dadurch erst ermöglicht. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle beim Elternverein wie auch bei allen Eltern unserer Schule für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihr enormes Engagement bedanken. Poštovani roditelji, lipa hvala za vaše podupiranje!

Lob und Dank gebührt auch der Gemeinde Trausdorf als Schulerhalter, die dieses ehrwürdige Gebäude 100 Jahre lang so gut gepflegt hat, dass es noch heute im Innern und nach außen Atmosphäre ausstrahlen kann. Dragi načelnik, poštovani općinski tanač, Bog plati za vaše dugoljetno zalaganje za našu dicu!

Ich wünsche unseren Schülerinnen und Schülern, dass sie bei uns das lernen, was sie nach Seneca fürs Leben brauchen und wünsche mir, dass sie später erkennen, dass genau das unser Ziel war! Draga dica, ufam se, da rado dojdete u vašu školu!

Eröffnung des Zubaus 2016